Tagebuch

 

Stop Body Worlds
Treat the Human Body with dignity and respect
Aaron Ginsburg
Stop Bodyworlds 2! Treat the human body with dignity! Starting July 30, 2006, the Boston Museum of Science will presenting “Body worlds 2 The Anatomical Exhibition of Real human Bodies.”  What is it? 200 specimens that have been sliced, diced, freeze dried, coated in plastic. There is just one problem. They are not “specimens.” They are human bodies
.
Andreas Nachama schrieb dazu 2001:
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2006

Topographie des Terrors
Wettbewerb für ein Dokumentationsgebäude
in: Bau und Raum
Jahrbuch 2006, Hamburg 2006, S. 118-129
Andreas Nachama

[...] Entstanden ist nun eine Architektur, die den Blick aus dem Inneren des Gebäudes jederzeit auf das karg belassene Gelände freigibt, die das Gebäude in seiner eingeschossigen Bauweise als Zentrum für die Besucher markant sichtbar macht und mit ihrer hellen Metallgefelchtsfassade eine dem 'Lernort' angemessene Würde ausstrahlt. Mit dieser Architektur und dem Schutz der materiellen Spuren des Geländes ist erreicht, was die Kuratoren der Ausstellung seit dem 4. Juli 1987, dem Tag der Ersteröffnung der 'Topographie des Terrors', immer wollten: ausgehend vom Gelände als erstem Exponat Menschen dazu zu bringen, auch unter banalen Ziegelsteinen nach historischen zusammenhängen zu suchen.


Nordansicht des Dokumentationsgebäudes
Architektin Ursula Wilms, Partnerin bei Heinle Wischer & Partner GbR, Berlin


24. Dezember 2006

Chankukka sameach: ganz Berlin feiert das Lichterfest

[...] Aus Anlaß des 75jährigen Bestehens der Dahlemer Jesus-Christus-Kirche war dort am Sonnabend die „Synagoge Hüttenweg zu Gast“. Kantorin Avitall Gerstetter und Kantor Alexander Nachama trugen synagogale Musik vor. Dazu gab es einen Vortrag von Rabbiner Andreas Nachama, der zuvor bemerkte: „Nach knapp 2.000 Jahren gibt es eine Nachbarschaft von Gemeinden, wie wir sie uns für die nächsten 2.000 Jahre wünschten.“ Pfarrerin Marion Gardei freute sich über die Begegnung: „Das ist schon etwas ganz Besonderes und in Anbetracht des Holocaust und des Versagens von Christinnen und Christen in der NS-Zeit nicht selbstverständlich.“ [...]

Synagogenkonzert anläßlich des 75jährigen Bestehens der Dahlemer Jesus-Christus-Kirche
Photo Margit Schmitt

 27. November 2006

HOLOCAUST-STUDIUM
Mit Talar und Kippa
Jan Friedmann

Das private Touro College in Berlin ist Deutschlands einzige jüdisch-amerikanische Hochschule. Bald will sie Experten zur Vermittlung von Wissen über den Holocaust ausbilden. Jüdische Studenten können die Bilder und Quellen in den Kursen oft nur schwer ertragen.

[…] Von den künftigen Holocaust-Spezialisten wünscht der Dekan des Studiengangs, Andreas Nachama, dass sie einem breiten Publikum die Dimensionen der Vernichtung zugänglich machen. "Es gibt 60 Jahre nach dem Holocaust ein messbar gestiegenes öffentliches Interesse an der Geschichte des Dritten Reiches", betont der Rabbiner, der mit der Gründungsdirektorin verheiratet ist und der von 1997 bis 2001 an der Spitze der Jüdischen Gemeinde in Berlin stand. Der wachsenden Nachfrage werde nur selten professionell begegnet: "Zwei Drittel der Ausstellungen verstoßen gegen die Grundprinzipien von guter Lesbarkeit und Benutzerführung."

Wer den Holocaust-Studiengang absolviert, so hofft Nachama, könne nicht nur wissenschaftliche Aufsätze verfassen, sondern auch eine verständliche Texttafel für ein Museum. Arbeitsplätze gebe es in Museen und Gedenkstätten, in den Medien und in der Verwaltung, und zwar in ausreichender Zahl für die Studenten des Nischenfachs - ein bis zwei Dutzend sollen es zunächst sein.


28. Oktober 2006

Synagogengemeinde Hüttenweg
Batmizwa Liliane und Fleur
FotoGrafik: Margit Schmitt


1. November 2006

TV-Tipp:
Nicht alle waren Mörder
Rede von Prof. Dr. Andreas Nachama zur Premiere des Films am 10.10.2006 im Delphi-Kino Berlin

Kann man sich die Situation für einen Juden im nationalsozialistischen Deutschland heute vorstellen? Die Stiftung Topographie des Terrors hat vor einigen Jahren eine Chronologie der Judenverfolgung in Berlin 1933-1945 herausgegeben, die in einer schier endlosen Reihung von Willkürmaßnahmen schon bei flüchtiger Durchsicht die Frage aufkommen läßt: Wie konnte man unter solchen Bedingungen überhaupt leben? Im Bayrischen Viertel bekommt man eine Ahnung davon, wenn es vor einem Bäckerladen heißt, wann das Broteinkaufen verboten war oder vor einem Radioladen, daß der Besitz oder Betrieb von Radioapparaten für Juden verboten war. Was war überhaupt erlaubt? Selbst das Atmen in freier Luft war eingeschränkt, war doch das Benutzen von Parkbänken für Juden verboten. mehr
 

31.Oktober 2006

Den „Dialog der Herzen“ jetzt beginnen
Die verschiedenen Auslegungen politischer Verfolgung – Der Streit um „Vertreibung“ geht weiter
Ingo Langner

[...] Auch mit der am 29. Oktober zu Ende gegangenen Ausstellung „Erzwungene Wege – Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts“ (siehe DT vom 19.8.06) konnte Erika Steinbach die Wogen nicht glätten. Im Gegenteil, wie ein wissenschaftliches Kolloquium, dass vom Touro College Berlin und dem Zentrum für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften dieser Tage veranstaltet worden ist, überdeutlich gezeigt hat. Sämtliche Teilnehmer, angefangen bei den beiden Initiatoren Andreas Nachama und Robert Traba, bis zu den zahlreich angereisten polnischen und deutschen Historikern, darunter so namhafte wie Tomasz Szarota, sprachen den Namen Erika Steinbach nur mit einer Mischung aus Verachtung und Abscheu aus. [...]
Wer diesen Menschen Gerechtigkeit widerfahren lassen will – und wir sind noch immer der Ansicht, dass alle oben bereits genannten Mitglieder im Beirat der Stiftung für ein „Zentrum gegen Vertreibung“ und auch Erika Steinbach selbst, dies von Herzen wünschen – der muss eine solche Gleichsetzung unbedingt vermeiden. Sie ist historisch falsch und setzt sich in der Tat dem Verdacht aus, die Geschichte der NS-Diktatur, einschließlich Krieg und Vertreibung, einer Revision unterziehen zu wollen. An diesem Punkt ihrer scharfen Kritik ist den Teilnehmern des wissenschaftlichen Kolloquiums um Nachama und Traba uneingeschränkt Recht zu geben. Fragwürdig erscheint jedoch, die dort mehr als einmal formulierte Feststellung, dass für die deutschen Opfer der russischen, polnischen und tschechischen Vertreibung, ausschließlich die deutschen NS-Täter selbst letztverantwortlich sind. Ja, dass von einer Vertreibung im Sinne des deutschen Wortes möglicherweise gar nicht gesprochen werden könne. [...] Denn zur Versöhnung gibt es keine Alternative, die den Namen eines Europas in Frieden und Freiheit verdient.


 27. Oktober 2006

Brandanschlag auf Dokuzentrum

Die Gedenkstätte für NS-Zwangsarbeit in Schöneweide wird zum zweiten Mal angegriffen. Wenig Sachschaden. Polizei ermittelt in alle Richtungen. [...] "Man kann Schmauchspuren an Fassade und Dach einer der Baracken sehen", berichtet Andreas Nachama, Geschäftsführender Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, die das Zentrum betreut. Er vermutet Rechte hinter den Anschlägen. [...]


26. Oktober 2006

Brandsätze auf Zwangsarbeiter-Gedenkstätte
Unbekannte haben in der Nacht zum Donnerstag Brandsätze auf die Zwangsarbeiter-Gedenkstätte in Berlin-Oberschöneweide geworfen. Geschäftsführer Andreas Nachama geht von einer politisch motivierten Tat aus. [...] «Es handelt sich offenbar um eine politisch motivierte Tat», sagte Andreas Nachama, Geschäftsführer der Stiftung Topographie des Terrors, der Netzeitung. Erst vor acht Tagen hatten Unbekannte eine Tür der Gedenkstätte mit einem Hakenkreuz beschmiert. Wie der Schutz der Gedekstätte verbessert und weitere Anschläge dieser Art künftig verhindert werden können, darüber berät sich die Stiftung derzeit mit Polizei und Wachschutz. «Bislang haben wir dazu aber noch keine Entscheidungen getroffen», sagt Nachama. [...]

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